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Bringet zum gelungen Abschluss noch einen Tee heran!

Isfahan:
Wie im letzten Beitrag schon erwähnt, sind wir nur wenige Stunden nach der Ankunft in Teheran mit dem Bus weiter nach Isfahan gefahren. Nachdem wir keinen Abstellplatz für unsere Räder organisieren konnten, haben wir spontan entschieden sie einfach im Bus mitzunehmen, was sich im Nachhinein als sehr nützlich erwies.
Das Busfahren in Iran kann sehr gemütlich sein, denn es gibt sogenannte „VIP-Buse“ die lediglich drei Sitze pro Reihe besitzen und sich bequem zu einem „Bett“ umfunktionieren lassen und ausgesprochen günstig sind.
Isfahan ist eine sehr schöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Unter der Dynastie der Safawiden war Isfahan die Hauptstadt ihres Reichen und Shah Abbas I lies deshalb einige prunkvolle Bauten um 1600 in der Stadt bauen. Das Zentrum war dabei der „Naqsch-e-Dschahan-Platz“, der mit 500×160 Metern bis heute einer der größten Plätze der Welt ist. Der Platz wird von zweistöckigen Arkaden umrahmt in denen sich viele kleine Geschäfte befinden. An den vier Längsseite befinden sich der Königspalast, ein Basar, die Königsmoschee und die Scheich-Lotfollah-Moschee.






Im Süden von Isfahan, den man über einen der drei prachtvollen Brücken aus dieser Zeit erreicht, befindet sich der Stadtteil „Dschulfa“. Er ist nach der gleichnamigen Stadt in Armenien benannt. Shah Abbas I wusste die Handfertigkeiten der Armenier sehr zu schätzen und lies nach deren Eroberung viele nach Isfahan zwangssumsiedeln. Allerdings genossen die Armenier hohes Ansehen und durften auch ihrer Religion (Christentum) nachgehen, weshalb  hier einige Kirchen stehen und wie bei uns zu jeder Viertelstunde die Glocken läuten. Besonders eindrucksvoll ist dabei die Vank-Kathedrale, die innen komplett mit Fresken ausgemalt ist.




Shiraz:

Nach drei Tagen ging es wieder mit einem VIP-Bus weiter nach Shiraz. Eine Stadt die nicht nur für ihre schönen Gärten bekannt ist, sondern da auch hier die zwei Dichter Hafez und Saadi begraben sind.
Doch uns interessierte vor allem Persepolis, einer der Hauptstädte des antiken Perischen Reiches, die nur etwa 60 km von Shiraz entfernt liegt. So beschlossen wir am zweiten Tag einen Tagesausflug dorthin mit unseren Rädern zu unternehmen. Die Leichtigkeit der Räder, da nun ohne Gepäck, war nach fast 9 Wochen etwas ungewohnt und wir fühlten uns auf den Anstiegen wie Chris Froome😄. Leider wurde Persepolis von Alexander dem Großen nieder gebrannt, sodass heute nur noch die Ruinen bestaunt werden können. Doch auch die lassen einen erahnen welche Dimensionen diese Palastanlage damals gehabt haben muss.
Von dort konnten wir auch Zeuge eines interessanten Naturschauspiels werden: in den weiten flachen Ebenen entstehen immer wieder Windhosen die wie kleine Tornados den Staub aufwirbeln und recht lustig zum ansehen sind. Dieses Phänomen begegnete uns schon einige Male seit der Türkei.
Danach ging es weiter zum benachbarten „Naqsch-e-Rostam“, den Königsgräbern aus der Antike die in die Felswände geschlagen wurden.
Am Tag zuvor schlenderten wir ein wenig durch die Stadt und fanden eine interessante Moschee: von außen war sie recht unscheinbar, doch als wir hinein gingen wurden wir optisch erschlagen. Die unendlich vielen kleinen Spiegel an den Wänden machten den Eindruck als hätte diese Moschee eine Discokugel verschluckt…






Teheran:


Nach Shiraz ging es wieder zurück in die Hauptstadt, wo wir das Großstadttreiben auf uns wirken ließen und die letzten Vorbereitungen für den Flug zurück tätigten.

Nun sitzen wir am Flughafen, warten auf das Boarding und schreiben diesen Beitrag. Dann legen wir mit dem Flieger in nur wenigen Stunden die Strecke zurück, für die wir mit dem Rad achteinhalb Wochen gebraucht haben…irgendwie ein komischer Gedanke, den ich noch gar nicht so richtig begreifen kann.


Wir werden in den kommenden Tagen hier sicher noch ein Resüme zum Iran schreiben und auch zur Reise allgemein. Erst heute habe ich wieder in der  Onlineausgabe von derStandard einen Artikel über Türkeireisen gelesen. Er befasste sich zwar mit den sinkenden Touristenzahlen, war aber eher aus einer wirtschaftlichen Seite geschrieben. Mich bzw uns irretierte dabei aber die zahlreichen Kommentare die Reisen in die Türkei verteufelten. Hierzu werden vielleicht auch noch einen Nachtrag zum Türkeiresüme liefern.

Ein Kommentar zu „Bringet zum gelungen Abschluss noch einen Tee heran!

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