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We are heading East (Teil 1 von 3)

Von Göreme bis Sivas:

Die uns bevorstehende Etappe sollte uns vom Göreme Nationalpark bis nach Erzurum führen. Wie am Tag zuvor abgemacht, bereitete uns Ahmet um 7 Uhr in der Früh nochmals sein „Kaiser-Frühstück“ zu. Man schmeckte, dass das Gemüse vom eigenen Garten und die Marillenmarmelade selbst gemacht waren. Ahmet gesellte sich noch zu uns und wie man so schön sagt:“ Der Schmäh is guat grennt“! Wir schafften es diesmal, zeitig aufzubrechen und bemerkten sofort, dass uns die 3-tägige Pause zu ungewohnter Spritzigkeit in den Beinen verholfen hat. 
Vorbei an einem über 4000m hohen Vulkan, der an diesem Tag aufgrund der Wolken wieder aktiv zu sein schien, hatten wir die Möglichkeit, ein paar Nachwuchstalente aus dem Radsport anzufeuern.  Das kleine Spitzenfeld war gefolgt von ein paar einzelnen Fahrern, die bereits ein wenig den Anschluss verloren hatten und in der Hitze von Kappadokien ihr Pflichtprogramm abspulten. Seit über einem Monat ohne Regen bekamen wir ausgerechnet in einer der niederschlagsärmsten Regionen der Türkei einen leichten und kurzen Sprühregen zu Gesicht. Ein ausgetrockneter Salzsee sollte Hinweis für die Niederschlagsarmut im Sommer sein.
Als wir am Abend in Gemerek ankamen, hatte es den Anschein, als wären wir in „Little Germany“. Gleich mehrere Leute sprachen uns auf Deutsch an. So auch Yalcin der mehrere Jahre im Untertagebau in Deutschland gearbeitet hatte und mit einem Freund auf dem Weg zum Abendgebet war. Als wir unsere Zelte unter einer Stadiontribüne aufgebaut hatten, stattete Yalcin und sein Freund uns noch einen Besuch auf einen kurzen „Quatscher“ ab.
Nur kurz waren wir am nächsten Tag am Rad als uns ein Mann, am Straßenrand stehend, deutete, wir sollen stehenbleiben. Ein gebürtiger Bayer, dessen Eltern aus der Türkei waren, wollte uns auf ein Getränk zu seinen Verwandten einladen. Wir lehnten das Angebot dankend ab, da wir vorerst einmal ein paar Kilometer abspulen wollten und noch reichlich gefüllt vom Frühstück waren. 
Das türkische Aussehen und der bayrische Dialekt waren eine lustige Kombination. „Ja leck mi am Arsche, muaß dea jetzt do raus“, rief er zu dem Traktorfahrer blickend, dessen Weg er verparkt hatte. Ein Reifenplatzer eines LKWs nur ca. 100m entfernt von uns, ließ erahnen, was wohl passieren würde, wenn so ein Reifen direkt neben uns explodieren würde.
Unsere Tour endete in Sivas wo wir der Go-Kart Bahn von Mustafa (Freund eines Bekannten, den wir kurz nach Istanbul kennengelernt haben) einen Besuch abstatteten. Empfangen wurden wir von einer Meute kleiner Kinder, die sofort herbei gestürmt kam, als sie uns erblickte. Nach 15 Minuten Go-Kart Spaß um umgerechnet 4 Euro, hatten wir noch eine lustige Zeit mit den Burschen in unserem Alter, die die Bahn betrieben. Die Zelte schlugen wir an diesem Abend am Parkplatz der Kart-Bahn auf.

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